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Ausbruch der Newcastle Disease in einem weiteren Geflügelbestand

Update vom 27. März 2026

Newcastle-Krankheit (ND): Weitere Fälle im Landkreis Oder-Spree festgestellt

Im Landkreis Oder-Spree ist in einem bereits betroffenen Legehennenbetrieb die Newcastle-Krankheit (ND) in weiteren Stallanlagen auf dem Betriebsgelände nachgewiesen worden.

Nach Probenentnahmen in zusätzlichen Stallbereichen des betroffenen Betriebs wurde das aviäre Paramyxovirus (APMV) durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg festgestellt und anschließend durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Insgesamt sind Stallanlagen mit rund 377.000 Tieren betroffen.

Die bestehenden Restriktionszonen gemäß der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 18. März 2026 bleiben weiterhin in Kraft. Der Landkreis Oder-Spree hat darüber hinaus alle erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche per Allgemeinverfügung angeordnet.

Die epidemiologischen Ermittlungen dauern an und werden durch das Amt für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung (Veterinäramt)  des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes Brandenburg sowie dem Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführt. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Nachverfolgung von Tierbewegungen und deren Erzeugnissen, die Ermittlung von Kontaktpersonen und Fahrzeugbewegungen sowie die Überprüfung der betrieblichen Impfmaßnahmen.

Der Landkreis bittet weiterhin um erhöhte Wachsamkeit: Auch in geimpften Beständen sollte bei unklaren Krankheitsanzeichen, erhöhten Tierverlusten oder Leistungseinbrüchen umgehend eine Untersuchung auf Newcastle-Krankheit veranlasst werden, um einen möglichen Ausbruch frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.



Update vom 26. März 2026

Weitere Newcastle-Disease-Infektion in Geflügelbestand im Landkreis Oder-Spree nachgewiesen

Ein weiterer Ausbruch der Newcastle Disease (ND) ist in einem Geflügelbestand im Landkreis Oder- Spree mit ca. 70.000 Tieren festgestellt worden. Nachdem erhöhte Tierverluste in einem Stall eines Masthähnchenbestandes in Spreenhagen festgestellt wurden, wurden am 24. März 2026 amtliche Proben entnommen und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg zur diagnostischen Untersuchung übermittelt. Der abschließende Befund des Friedrich-Löffler-Instituts bestätigte am 25. März 2026 den Nachweis von Newcastle-Disease- Feldvirus (NDV).

Auf Grundlage dieses Befundes sowie der im Bestand festgestellten klinischen Symptome wurde der Ausbruch dieser Tierseuche der Kategorie A amtlich festgestellt. Die zuständigen Behörden haben umgehend die erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.

Die bestehenden Restriktionszonen gemäß der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 18. März 2026 bleiben weiterhin in Kraft.

Das Amt für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung (Veterinäramt) des Landkreises Oder-Spree bittet alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter erneut, strenge Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehören insbesondere:

  • konsequente Beschränkung des Zutritts zu Geflügelställen,
  • wirksame Desinfektionsmaßnahmen an Stallzugängen sowie Ein- und Ausfahrten,
  • sorgfältige Stallhygiene,
  • Einhaltung der Herstellerangaben bei der Anwendung von Impfstoffen.

Verdächtige Krankheitserscheinungen oder erhöhte Tierverluste sind unverzüglich dem Veterinäramt des Landkreises Oder-Spree zu melden.


Update vom 19. März 2026

Ausbruch in einem Geflügelbestand in Storkow - Maßnahmen ausgeweitet

Nach einem weiteren bestätigten Ausbruch der Newcastle Disease (ND) im Landkreis Oder-Spree sind die Schutzmaßnahmen erneut angepasst worden. Betroffen ist ein Masthähnchenbestand in Storkow mit rund 360.000 Tieren. Am 18. März 2026 trat eine aktualisierte Tierseuchenallgemeinverfügung in Kraft, die die Regelung vom 17. März ersetzt.

Für Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für Geflügelhalter – ist wichtig:

Die Restriktionszonen rund um den betroffenen Betrieb wurden neu festgelegt und erweitert. Es bestehen weiterhin eine Schutzzone (mindestens 3 km) sowie eine Überwachungszone (10 km). Diese Orte sind betroffen:

Schutzzone (in Teilen): Alt Stahnsdorf, Braunsdorf, Dahmsdorf, Kolpin, Lebbin, Markgrafpieske, Philadelphia, Reichenwalde, Rieplos, Spreenhagen, Storkow

Überwachungszone (in Teilen oder vollständig): u. a. Alt Golm, Bad Saarow-Pieskow, Diensdorf, Erkner, Fürstenwalde/Spree, Grünheide, Hangelsberg, Kagel, Kienbaum, Langewahl, Neu Zittau, Rauen, Wendisch Rietz, Wilmersdorf, Wochowsee sowie weitere in der Allgemeinverfügung genannte Gebiete.

Eine interaktive Karte mit den genauen Abgrenzungen ist online verfügbar.

Weitere Informationen, Merkblatt zur Biosicherheit sowie die Allgemeinverfügung (inkl. Karte der Restriktionszonen):

Quelle: Landkreis Oder-Spree / Stand 20. März 2026


Ausbruch der Newcastle Disease in einem weiteren Geflügelbestand im Landkreis Oder-Spree 

Aufgrund sinkender Legeleistung und erhöhter Verluste in einem Legehennenbestand mit etwa 73.000 Tieren im Landkreis Oder-Spree wurde am 15.03.2026 der Verdacht auf einen Ausbruch der Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND) amtlich festgestellt.

Bereits am 14.03.2026 wurden amtliche Proben entnommen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte am 16.03.2026 den Ausbruch der Newcastle-Krankheit.

Auf Grundlage dieses Befundes sowie der klinischen Erscheinungen im betroffenen Legehennenbestand wurde der Ausbruch dieser Tierseuche der Kategorie A amtlich festgestellt und entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Tierhalter wurde eine Tierseuchenverfügung übergeben. Darüber hinaus wurde eine
Tierseuchenallgemeinverfügung mit Geltung für alle Geflügelhalter in den Restriktionszonen erarbeitet und in Kraft gesetzt. Die Veröffentlichung erfolgte auf der Internetseite des Landkreises Oder-Spree.

Das Virus der Newcastle-Krankheit (aviäres Paramyxovirus – „aviär“ bedeutet „Vögel betreffend“) ist weltweit verbreitet. Die Schwere der Erkrankung hängt von der Pathogenität des Virusstammes (ein Virus mit hoher Pathogenität verursacht meist schwere Krankheitsverläufe), der Wirtspezies sowie von der Immunkompetenz der betroffenen Tiere ab.

Beim Haushuhn kann die Erkrankung – abhängig vom Virusstamm – vom plötzlichen Tod mit einer Mortalität von bis zu 100 % der Herde bis hin zu subklinischen Infektionen (Infektion ohne sichtbare Krankheitszeichen) variieren.

Während das Virus bei Hühnern und Puten zu hoher Morbidität und Mortalität führen kann, verursacht es beispielsweise bei Enten oder Gänsen häufig lediglich eine inapparente (klinisch unauffällige) Infektion.

Neben dem Kardinalsymptom (typischstes oder wichtigstes Krankheitszeichen) der erhöhten Mortalität mit Störungen des Allgemeinbefindens können nach einer Infektion mit dem Newcastle-Disease-Virus unter anderem folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • Legeleistungsabfall
  • Depression (Teilnahmslosigkeit der Tiere)
  • Ödeme an Kopf und Kehllappen
  • respiratorische Störungen (Atemwegsprobleme)
  • Durchfall
  • nervöse Störungen

Für den Menschen ist das Virus in der Regel ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es in Einzelfällen zu Bindehautentzündungen kommen.

Die Newcastle-Krankheit ist gemäß der Durchführungsverordnung (EU) 2018/1882 eine gelistete Tierseuche der Kategorie A, die normalerweise nicht in der Europäischen Union auftritt und für die unverzüglich Tilgungsmaßnahmen ergriffen werden müssen, sobald sie nachgewiesen wird.

Alle Geflügelhalter sind verpflichtet, Biosicherheitsmaßnahmen der höchsten Risikostufe einzuhalten.
Dazu gehören insbesondere:

  • eine strikte Einschränkung des Personenzugangs zu den Ställen
  • wirksame Desinfektionsmaßnahmen an Ein- und Ausfahrten sowie an Stalleingängen
  • die Einhaltung der Herstellerhinweise bei der Anwendung von Impfstoffen

Hinweis zu Fallwirldberfung von Tauben

im Rahmen der aktuellen Unterstützung bei der Bergung von verendeten Wildvögeln bitte ich Sie, verendete Tauben bis auf Weiteres nicht zu entsorgen. Bitte melden Sie uns gefundene Tauben stattdessen umgehend unter Fallwildmeldung@landkreis-oder-spree.de.  Unser Bergeteam wird die Tiere nach Eingang der Meldung zeitnah abholen.


Quelle: Landkreis Oder-Spree / Stand 19. März 2026

28.03.2026