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Information zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Erreger kommen in vielen Ländern Europas vor. In Deutschland befinden sich Risikogebiete hauptsächlich in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen sowie im südöstlichen Thüringen, vereinzelt auch in Mittelhessen (Landkreis Marburg-Biedenkopf), Rheinland-Pfalz (Birkenfeld), Sachsen (Vogtlandkreis) und dem Saarland (Saar-Pfalz-Kreis). Das FSME-Virus vermehrt sich hauptsächlich in kleinen Säugetieren wie Mäusen. Über infizierte Zecken wird es dann auf den Menschen übertragen. FSME-Erkrankungen werden meistens im Frühjahr und im Sommer, vereinzelt auch im Herbst, beobachtet.

Hinweis: Aufgrund vermehrter Erkrankungen gehört der Landkreis Oder-Spree seit 2022 zum FSME-Risikogebiet.

Wie wird FSME übertragen?

Durch Zeckenstiche: Überträger der Viren sind befallene Zecken. Durch einen Zeckenstich können die Viren in die Blutbahn des Menschen gelangen. Nicht jeder Stich einer befallenen Zecke führt jedoch zu einer Ansteckung.

Über Nahrungsmittel: Sehr selten kann man sich auch durch verunreinigte, nicht pasteurisierte Milch von Ziegen oder Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen, anstecken.

Wichtig: FSME wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen!

Welche Krankheitszeichen haben Erkrankte?

Die Mehrheit der Infizierten (ca. 70 bis 95 %) bleibt beschwerdefrei oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus.

Krankheitszeichen einer FSME-Erkrankung treten typischerweise in zwei Phasen auf:

  • Zunächst zeigen sich grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl. Oft ist zu diesem Zeitpunkt der Zeckenstich vergessen und die Beschwerden werden als Erkältung fehlgedeutet. Für die meisten Betroffenen ist die Erkrankung hiermit überstanden.
  • Bei einem Teil der Erkrankten kommt es nach etwa einer Woche zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns (Meningoenzephalitis). Eine Rückenmarksentzündung kann ebenfalls auftreten. Krankheitszeichen sind erneutes Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Ausfälle des Nervensystems. Schwere Verläufe können z. B. mit Lähmungen an Armen und Beinen, Schluck- und Sprechstörungen, Atemlähmungen und starker Schläfrigkeit einhergehen.
  • Als Folgeschäden können z. B. Lähmungen, Kopfschmerzen, geringere Belastbarkeit und Gefühlsschwankungen noch mehrere Monate anhalten. Eine folgenlose Heilung ist auch spät noch möglich. Es kann jedoch auch zu bleibenden Schäden kommen. Etwa 1 von 100 Erkrankten mit Befall des Nervensystems stirbt an der Infektion.

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind Personen in Risikogebieten, die sich häufig in der freien Natur, beispielsweise im Gras oder bei niedrigen Büschen, bewegen oder engen Kontakt mit Tieren haben, die sich im Freien aufhalten.

Mit zunehmendem Alter verläuft die Krankheit schwerer. Vor allem Senioren sind anfälliger für Komplikationen.

Wie kann ich mich schützen?

Es gibt zwei Wege, um sich vor einer Infektion zu schützen:

  • Imfung
  • Zeckenstiche vermeiden

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)