Kirche Rietzneuendorf

Zur Baugeschichte: Im Jahre 1704 wurde die Kirche erbaut und am 9.Oktober des gleichen Jahres eingeweiht. Sie ist ein rechteckiger Fachwerkbau mit einer dreiseitigen Apsis. Im Westen hat die Kirche einen freistehenden, rechteckigen Glockentrum mit Walmdach und Wetterfahne. Er wurde im Jahre 1707 errichtet und 1958 restauriert. Den Westgiebel erneuerte man in Backsteinbauweise im Jahre 1896. An der Nordseite der Kirche befindet sich als ein flacher, rechteckiger Anbau (1707) die Patronatsloge mit einem eigenen Zugang von der Ostseite der Loge und Öffnungen zum Kirchenschiff. 

 

Die Kirche hat in ihrem Inneren eine Balkendecke und eine Westempore, die man in den Jahren 1802 bis 1804 in die Kirche eingebaut hat.

 

Zur Ausstattung: Der hölzerne, gefasste Kanzelaltar datiert aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Er ist mit Weinlaubsäulen und Akanthuswangen versehen. In der Predella ist ein Bild, das das ABendmahl Jesu zur Darstellung bringt. An der Kanzeltür befindet sich ein Gemälde von der Kreuzigung Jesu. Bekrönt wird der Kanzelaltar von einem Auge Gottes, das von Strahlen umgeben und an der Wand des dreieckigen, flachen Giebels angebracht ist. Seitlich (vor dem Giebel, rechts und linksI zieren zwei goldene Kugeln ebenfalls den Kanzelaltar. 

 

Der Kanzelkorb hat eine polygone Form. In seinen Brüstungsfeldern sind biblische Sprüche aufgemalt. 

 

Links vor dem Altar schwebt oben ein hölzerner, gefasster Taufengel, der in seiner rechten Hand eine Muschelschale trägt. Seine Hände hat er zum Segen ausgestreckt. Anfang der 90er Jahre wurde der Taufengel restauriert.

 

Der marmorne Taufstein ist ein Geschenk des Kirchenpatrons von Waldow, Julius Fedkenhauer, an die Kirchengemeinde in Waldow aus dem Jahre 1899. Dieser Taufstein gelangte durch einen Tausch nach Rietzneuendorf.

 

Über dem Südportal (innen) hängt ein Ovalbild, das den Erbauer der Kirche Adam Ernst von Stutterheim zeigt. Es ist eine Kopie des im Jahre 1704 entstandenen Originals (in Öl). Das Original befindet sich im Besitz der Nachfahren der Familie von Stutterheim. 

 

In den Jahren 1992/93 wurde die Kirche innen und außen umfassend saniert. DIe Wiedereinweihung fand am 17.Oktober 1993 statt.